Wir sind ein gemeinnütziger Verein von ehrenamtlich engagierten Biberacher Bürger/innen und Flüchtlingen, deren Verfahren noch läuft oder bereits abgeschlossen ist.

Unser Ziel ist es, Menschen, die gezwungen sind ihr Land zu verlassen, dabei zu unterstützen, sich in Biberach ein selbständiges Leben aufzubauen.


Um in Biberach weiter dafür zu sorgen, dass Flüchtlinge gut aufgenommen werden, greifen wir über Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit in die öffentliche Meinungsbildung ein. Wir wollen mit für ein Klima sorgen, in dem Gemeinsamkeiten aller Nationalitäten im Vordergrund stehen und die kulturellen Unterschiede als Chance und nicht als Bedrohung empfunden werden.  

 

 

Wie weiter in der Flüchtlingspolitik?

Die schrecklichen Meldungen nehmen kein Ende: Erstickte Menschen in einem LKW, täglich Tote im Mittelmeer, hungernde Flüchtlinge in Griechenland, Zäune in Ungarn, grenznahe Lager in Bayern, fast täglich menschenfeindliche Angriffe auf Flüchtlinge und Unterkünfte in unserem Land.

Und die Politik redet immer noch hauptsächlich darüber, wie die Abschreckungspolitik verbessert werden kann – obwohl sich praktisch erwiesen hat, dass die Menschen trotzdem gezwungen sind, ihrem Leben in Verfolgung, Hunger und Elend zu entfliehen. Es wird darüber geredet den Schleppern das Handwerk zu legen, aber die Politik sorgt dafür, dass diese weiter ihre Geschäfte machen können. Gäbe es legale Fluchtwege, könnten die Schlepper nicht existieren. 

Die permanente Propaganda vom „Flüchtlingsstrom“ vertuscht, daß die deutschen Behörden nicht in der Lage waren, sich auf mehr Flüchtlinge einzustellen. Natürlich gibt es Probleme mit der Unterbringung, aber schaut man sich mal Biberach an: wer will da feststellen, dass wir von Flüchtlingen überlaufen sind? Selbst wenn 800.000 Menschen in die BRD  fliehen, sind das noch nicht einmal einer auf hundert deutsche Bürger. Während der Finanzkrise hat ein politischer Gipfel den anderen gejagt  – aber wenn es um Menschen geht,  wird nicht gehandelt aber über Taschengeldstreichung, schnelle Abschiebung geredet.

Es gibt  viele „normale“ Bürger bei uns, die sich engagieren -  das ist  gut so, und je mehr umso besser.  Aber die Politik muss auch handeln: es müssen legale Fluchtwege geschaffen werden, der Arbeitsmarkzugang muss erleichtert werden und wer Arbeit hat, muss ein Bleiberecht bekommen – es gibt da Arbeitgeber, die schon bedeutend weiter sind als die offizielle Politik. Für bestimmte Gruppen brauchen wir ein humanitäres Bleiberecht und damit die Möglichkeit einer schnellen Integration in unsere Gesellschaft.

Wir wünschen uns, dass viele  Menschen in Biberach mit uns und anderen dafür sorgen, dass Flüchtlinge Verständnis und Unterstützung finden. Unsere Gesellschaft kann es nicht nur aushalten sondern auch auf allen Ebenen davon profitieren, wenn wir Flüchtlinge nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung sehen.